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BeitragVerfasst: 01.05.2010, 12:19 
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Hans Gabriel


Liebe ist eine Himmelsmacht

Liebe Glück und Leid





Ein Mensch wie Du und Ich
ein Herz das weinend fürchterlich
ein zauberhaftes Wesen
ein Seelenmensch gewesen
ein trauriges Geschöpf der Nacht
ein Hoffnungsträger ohne Macht
ein Tränenkuss ohne Gier
ein Traumverbundenes Elixier.

Ein Stern in dunkler Himmelsweite
ein Ton von einer Geigenseite
ein verlorenes Glück allein
ein einsamer Wanderer zu zwei’n
ein Wunscherfülltes Blatt im Wind
ein Sturm mit dem die Zeit beginnt
ein verstecktes Sonnenfunkeln
ein leuchtend fühlen tief im Dunkeln…

Sleepangel 2002



In Gedenken an meine geliebte Frau.















Hans Gaßner zog sich nach dem Tod seiner abgöttisch geliebten Rita, in die Einsamkeit der griechischen Landschaft Arkadiens zurück. Nicht weit von dem griechischen Fischerdorf Parálion Ástros am Argolischen Golf, hatte er sich ein kleines Haus gekauft, das, welch ein Zufall, nicht weit von einem alten Kloster entfernt lag. Nach einer geraumen Zeit der Eingewöhnung und durch den gelegentlichen Kontakt zur Oberin des Klosters, Mutter Eugenia, lernte er dann, die sonderbare und liebeswerte Schwester Angela kennen. Die, nach dem er ihr sein Schicksal kurz geschildert hatte, warum er sich für diese Einöde Arkadiens entschieden hat, es gelang, durch einfühlende Worte des Trostes, dass er ihr einige Tage später die ganze Geschichte seiner Verlorenen Liebe erzählte. Man verliert viele Dinge im Leben, die nicht wieder zu bekommen sind. Währen da nicht die sonderbaren Wege der Liebe, die zwei völlig verschiedene Menschen, mit völlig unterschiedlichen Schicksalen zusammen führte.














Prolog






Es war ende Februar die Sonne war gerade über den ehemaligen griechischen Fischerdorf Parálion Ástros am Argolischen Golf aufgegangen und ihre Strahlen fielen auf mein kleines sandfarbenes Häuschen. Dass ich mir hier oben auf einer Lichtung in den Bergen Arkadiens umgeben von Schwarzkiefern, Zypressen und Steineichenwäldern, vor ungefähr drei Jahren gekauft hatte. Ich wollte von all dem was das Schicksal mir angetan hatte, nun allein sein mit meinen Gedanken. Einfach abschalten von allem. So einfach war es dann aber doch nicht, wie ich mir das so vorstellte. Es ging einige Zeit gut, doch es war die Innere Stimme die mich immer und immer wieder ins Gewissen rief so geht das nicht, nein so nicht! Du musst dich wieder unter Menschen wagen, mein Gott du kannst es. Ich konnte bald meine Innere Stimme nicht mehr hören, und schmiss nach einigen schlaflosen Nächten mein Vorhaben der Einsamkeit über Bord, und so kam es, dass ich, das nicht weit von meinem Hause entfernte im 12.Jahrhunder gegründeten Kloster, Metamorpohosis Sotiros, aufsuchte. Das heute von Nonnen bewohnt wird. Ja ich konnte es, wenn ich aus dem Fenster in östlicher Richtung schaute oder wenn ich vor dem Haus stand, zwischen den Bäumen hindurch mit seinem roten Ziegeldächern und der Kreuzkuppelkirche sehen. War es vielleicht eine Art Vorsehung das es in der Nähe lag? Ich weiß es nicht. Nun geht das Leben manchmal seltsame Wege, und so war es dann auch. Diese sich nun langsam anbahnenden Ereignisse sollte mein weiteres Leben hier grundlegend ändern, und in eine Richtung lenken an der ich in Traum nicht einmal zudenken gewagt hätte.

Nach dem ich all den Behördenkram geregelt hatte, stattete dem Kloster einen Besuch ab. Um mich ihnen als neuer Nachbar vorzustellen. Das musst du machen sagte ich mir, es verlangt schon allein die Höflichkeit. Schließlich haben dich die Nonnen immer herzlich gegrüßt wenn sie dich sahen oder du dort vorbeifuhrst, oder deinen Wagen auf dem Parkplatz vor dem Kloster parktest um von dort aus zu meinem Domizil zugelangen. Einen bequemen Fußmarsch von nur 10 Minuten ist es von mir bis zum Kloster hin. An einem sonnigen Vormittag machte ich mich auf dem Weg dorthin. Es war halt auch die Treibendekraft meiner Neugierde, und ich wollte es mal von innen zusehen. Denn es hieß, dass in seinem Innern wertvolle gut erhaltene Fresken aus dem 17.Jahrhundert dazu ein Bodenmosaik und eine reich geschnitzte Ikonostase zu sehen sei. Schon das alleine war grundgenug es zu besuchen.
Einige wenige Schritte noch dann stand ich vor der großen reichverzierten Eingangstür des Klosters. An deren rechter Seite erblickte ich ein langes Seil an dessen ende ein Holzgriff befestig war, aha, die Klingel erinnert dich an irgendetwas dachte ich. Lies aber die Gedanken, Gedanken sein, zog an diesem, worauf ein hellerklingendes Glöckchen ertönte. Kaum war dieses verstummt öffnete sich die große Türe und eine charmant lächelnde Nonnen, in einem langen Rock und einer Weißen Bluse über allen hatte sie eine dunkelblaue Schürze gebunden und ihr Haupt bedeckte eine weiße Kappe, bat mich einzutreten. Ich begrüßte sie freundlich und trug mein Anliegen vor. Darauf hin deutete sie mir an, ihr zufolge. Sie führte mich direkt in einem großen mit dunklem Holz ausgestatteten Empfangszimmer, „Mutter Oberin wird jeden Moment hier sein“, sagte sie lächelnd. „ Vielen Dank“, erwiderte ich. Dann staunte ich über die vielen alten Bücher die in den bis zu Decke reichenden Wandregalen standen. So merkte ich nicht, dass die Oberin des Klosters hereingekommen war. „Guten Morgen Herr Gaßner“, sagte eine wohlklingende Stimme hinter mir. „Guten Morgen ehrwürdige Mutter Oberin“, erwiderte ich den Gruß als ich mich umgewandt hatte. Höfflich bat sie mich, „ Bitte nehmen sie doch platz Herr Gaßner. Was kann ich für sie tun?“ Fragte sie mich in einem Atemzug. Ich hatte mich in einen bequemen Lederstuhl vor ihren Schreibtisch gesetzt. Ich begann mit kurzen Sätzen zu erzählen warum ich mich in dieser Abgeschiedenheit niederließ. Es verging doch einige Minuten bis ich mit meiner Erzählung fertig war. Zu meiner Verwunderung folgte danach noch ein langer Dialog zwischen Mutter Oberin und mir. Was nach diesem Gespräch wenige Zeit später geschah, darüber wunderte ich mich selber ein wenig. Immer öfters, aus irgendwelchen vorgeschobenen Anlässen, besuchte ich das Kloster. Sei es wegen des Gemüses was Sie mir gaben oder um die wunderschönen Ikonenmalereien zusehen. Mit der Zeit wurde ich dort ein gern gesehener Gast. So kam es dazu, das mich die Schwestern, im Auftrag der ehrwürdigen Mutter Oberin, ab und zu fragten, wenn ich gerade vorbei kam, ob ich etwas Reparieren oder anbringen könne, wie Leuchten oder andere Arten von Elektrischen Sachen. Da ich von denen Dingen etwas Verstand Tat ich es dann auch gerne. So wurde es mir in all den Jahren die ich jetzt hier war nie Langweilig. Naja, ein kleinbisschen Gesellschaft braucht halt der Mensch trotzallem was ihm wiederfahren ist und im Innern meiner Seele freute ich mich sogar darüber. Denn ich wurde ja wieder gebraucht vor allen brachte es mich auch auf andere Gedanken. Man betrachtete mich mittlerweile als so eine Art Haushandwerker hier in Kloster. Bis das, die dafür vorgesehenen Handwerker hierauf kamen, das dauerte oft vielzulange und da hatte ich die Sache längst in Ordnung gebracht und dem Kloster außer Materialkosten noch Geld gespart. Denn die Einnahmen durch Spenden und den Verkauf von selbsthergestellten Kunstgegenständen brachte zwar Geld ein aber damit kam man gerade so über die runden. Nein ich nahm kein Geld dafür, es war mir eine Ehre ihnen zu helfen. Außerdem hatte all dies noch andere Vorzüge, von dem guten Essen ganz zu schweigen, das ich ab und zu bei ihnen genoss. Waren da auch die Frucht- und Geistreichen Gespräche mit den Ordensschwestern. Vor allem aber mit einer von den Schwestern sprach ich öfters, weil sie mich mit ihrer einfühlsamen freundlichen Stimme immer ein wenig Aufmunterte, wenn mich eine gewisse Schwermut befiel. Ich glaubte das, das Leben so wie ich es hier dieser Umgebung genieße mir meine Innere Ruhe wiedergeben wird. Und ich langsam alles das was mich in meiner Seele manchmal noch quält Vergessen würde, das glaubte ich, zu mindestens versuchte ich es Zuglauben. Gibt es nicht da ein Sprichwort, die Zeit heilt alle Wunden? Vielleicht.
Ich bin nun 57 Jahre alt und fühle mich hier in diesem Land sehr wohl, habe in dem Fischerdorf unten am Meer einige sehr nette Menschen kennen gelernt, die bald meine Freunde wurden. Dann an einen schönen Februar Morgen geschah etwas, das mein dortiges Leben, sich von diesem Tage an änderte. Zwar nicht sofort aber ganz allmählich.

Es war nicht gerade Warm an diesem schönen sonnigen Morgen der letzten Februarwoche, nun ja der Winter lag in seinen letzten Zügen. Wie so oft an solch klaren, schönen Tagen, saß ich mit einem heißen Pott wohl duftenden Kaffees vor meinem kleinen Häuschen. Meine Blicke schweiften über die Bucht, die das weite Tal zum Meer hin mit seinem kristallklaren und sehr ruhigen, flachen Wasser ab schließt. Ich war ein wenig in Gedanken versunken. Als ich plötzlich Schritte vernahm die sich mir näherten und eine wohlklingende Stimme rief, „Guten Morgen Herr Gaßner!“ „ Guten Morgen Schwester Angela, was führt sie so früh am Morgen …“, weiter kam ich nicht. „Unsere Ehrwürdige Mutter Oberin bedankt sich nochmals herzlich dafür, dass sie Gestern den Defekt am Stromkasten so schnell wieder in Ordnung gebracht haben“, unterbrach sie mich, das ich dachte sie hätte vergessen Luft zu holen. „Nun setzten sie sich erst mal, holen tief Luft, und wenn sie mögen, Schwester Angela trinken sie eine Tasse heißen Kaffee mit mir“, fragte ich sie, mit ein schmunzeln im Gesicht.
Schwester Angela nickte kurz sie hatte gegen meine freundliche Einladung keinerlei einwende. Ich ging ins Haus um für sie eine Tasse Kaffee zu holen. Kurz darauf kam ich mit dem heißen Kaffee wieder heraus reichte ihr die Tasse, und setzte mich wider neben ihr auf die alte, aber noch gut erhaltene Eichenbank. Sie um klammerte die heiße Tasse mit beiden Händen um sie ein wenig aufzuwärmen dabei schaute sie einen Moment in die aufgehende feuerrote Morgensonne. Pustete kurz und trank einen schluck Kaffee, dabei blickte sie mich einem Nachdenklichen Gesichtsausdruck an. In dem Moment merkte ich sofort, da schien doch noch was zu sein. Etwas was sie mir vielleicht noch sagen oder auch fragen wollte, dessen war ich mir ganz sicher.
Jetzt musste ich es nur noch herauskriegen, lächelnd sagte ich zu ihr, „ach das von Gestern war doch wie immer selbstverständlich, liebe Schwester Angela.“ Sie lächelte. Ich sah in ihr von der Sonne erleuchtetes Gesicht und fragte sie, „ist da eventuell noch etwas anderes was sie auf dem Herzen haben, liebe Schwester Angela.“ Sie nickte, also lag ich mit meiner Vermutung richtig. Nach dem sie einen zweiten schluck des noch dampfendem Kaffees zu sich genommen hatte, kam sie etwas zögernd mit der Sprache heraus.
„ Vor einigen Tagen haben sie mir gegenüber erwähnt, das sie mir über das Schicksal was ihnen widerfahren ist, etwas ausführlicher berichten wollten. Aber nur wenn sie auch noch darüber reden wollen, Herr Gaßner?“ fragte Schwester Angela mit einem leicht besorgten Ausdruck im Gesicht. Schwester Angela war nicht irgendjemand, nein, sie hatte so eine Art an sich in einem Menschen hinein zusehen. In einigen Gesprächen mit ihr führte spürte ich es, es war als schaute sie in die Tiefe meiner Seele wo sich der Schmerz über den Verlust der Geliebten festgesetzt hatte. Jetzt war es soweit es musste raus, alles werde ich ihr erzählen um mich von der Schwermut in meiner Seele zu befreien. Gerade jetzt kamen mir die Worte wider in mein Gedächtnis zurück die sie einmal zu mir gesagt hatte. Wenn Sie voller Kummer sind. Gott wird ihnen helfen, immer. Auf seine Weise natürlich. Sie werden sehn, Er hilft. Wenn es ihn und seine Güte nicht gäbe, gäbe es seit Jahrtausenden die Erde nicht mehr. Nun verstand ich ihre Worte, und die Hilfe die sie meinte…
Den Bruchteil einer Sekunde war es ruhig zwischen uns dann antwortete ich ihr, „ja, das habe ich, und dabei bleibe ich auch. Ich werde ihnen das ganze Schicksal das die Liebe zweier Menschen zueinander mit einen male Zerstörte erzählen und es dabei gleich schriftlich festhalten. Was meinen sie, würde es ihre Zeit erlauben, die ganze Geschichte zuhören?“ Ein Glanz erfüllte ihre Augen als sie vernahm, dass ich es ihr erzählen würde.
„Ja sehr gerne, das ist wirklich nett von ihnen, und das mit der Zeit wird sich sicher schon einrichten lassen, ich werde nachher mit Mutter Oberin sprechen.“ Auf das was sie dann sagte war ich etwas überrascht.
„ Wenn sie wollen dann fangen wir doch einfach jetzt an. Ich habe gerade nichts zutun und etwas Zeit“, bat sie mich und schaute mich diesmal mit erwartungsvollen Augen an.
Nach einigen früheren Gesprächen mit ihr und nach Aussagen anderer Schwestern, wusste ich, was sie sich mal in ihren Kopf gesetzt hat davon war sie nicht mehr abzubringen. So ein Verhalten war mir nicht unbekannt, ich kannte es von Rita her. Schwerster Angela aber tat es mit einer bestimmenden, doch immerhin in einer so liebeswürdigen Art, dass man es ihr nicht abschlagen konnte.
„Nun gut, wenn sie mich so nett bitten, dann wollen wir mal loslegen.“ Wir standen beide zugleich auf, gingen ins Haus, wo uns eine wohltuende wärme aus dem im Kamin brennenden Feuer entgegen kam. Ich bat Schwester Angela einen bequemen Stuhl an, so das sie neben mir am Schreibtisch platz nahm. Ich schaltete den Computer ein und klickte ein Schreibprogramm an und fing an zaghaft die ersten Sätze einzutippen. Plötzlich überkam mich so ein Gefühl, als trete ich heraus aus meinem Käfig innerer Trübsal und so nutze ich die entstandene innere Fackel um mich aus dem Dunkel der Seelenwundheit zu lösen. So begann ich, und erzählte Schwester Angela meine Erlebnisse mit Rita, während meine Finger wie zwei suchende Fühler über die Tastatur geleiteten. Eingetauchte in einen Strudel von Gedanken, die einer sprudelnden Quelle glichen, sich nun über mich ergossen.

Ende der Vorgeschichte. Es folgt Wei es Begann.


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Verfasst: 01.05.2010, 12:19 




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