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BeitragVerfasst: 27.10.2011, 00:15 
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de Molay





Dazzled of love




Geblendet von Liebe








MELANCHOLISCHE KURZGESCHICHTE







Auch die Früchte, nach denen dein Herz begehrte,
sind dir genommen.
Und alles, was prächtig und glänzend war,
hast du verloren;
nie mehr wird man es finden…

Offb.: 18,14




Angel of Love… oder Liebe ohne Zeit und Raum.

„Nelly, bringt mir noch einen Scotch ohne Eis.“ „Kommt sofort Darling.“ Sagte sie mit ihrer weichen süßen Stimme. Als sie auf mich zukam blickte ich zu ihr. In das Gesicht einer blonden hübschen Frau, deren helle Haut und die hoch angesetzten Backenknochen, ihr voller, sinnlicher und hochmütiger Mund und ihr festes Kinn. Meine Augen schweiften an ihren Armen hinab zu den vollen festen Brüsten und zu ihrer schmalen, festen Taille, die sich zu wohlgerundeten Hüften und kräftigen Schenkeln verbreiterte. Ihre Beine waren lang und gerade und wirkten dennoch sehr weiblich. Sie war ende dreißigund ihr gehörte die Schenke und wir kannten uns schon eine Ewigkeit. Sie lächelte mich immer an oder sagte ein paar nette Worte, wenn ich herein kam. Doch an diesen Abend schwieg sie und schaute mich nur mitleidig an, als sie mir den Scotch brachte. Sie wusste genau was mich bedrückt aber sie schwieg. Ich befand mich mal wieder in so einer Beschießen Situation von gequälten Gedanken an sie. Saß allein hinten am Tisch in meiner Stammschenke. Und lies Gedanken in meinem Kopf vorüberziehen. Niemand hörte meine inneren kraftlosen Schreie. Das Wetter da Draußen war genauso wie ich mich in meinem Innern fühlte…
Ich weiß es nicht hat ihre Liebe meine Seele zerfressen oder kann ich sie nicht vergessen. Ich kann nicht mehr… es geht einfach nicht … wieso musstest du gehen… wieso gerade jetzt, wir hatten doch alles geplant, wir wollten ewig zusammen sein. Doch dann bist du gegangen ohne, dass ich je eine Ahnung gehabt habe, wie es so schnell gehen konnte. Nun ja, ich stellte mir die Frage, habe dieses Leben denn noch einen Sinn? Es kamen mir wieder diese Gedanken in dem Sinn alles enden zu lassen sich der Wohltat des ewigen Schlafes hinzugeben und den Geist für immer ruhen zu lassen. Doch das wäre wohl das aller egoistischste gewesen was ich je gemacht hätte… auch wenn ich schon vor Trümmern stand, das hätte alles nur noch in Brand gesetzt. Ich erkannte lange Zeit nicht was in mir brennt, außer den Suff der mich blind geschlagen hatte. Die Karte der Liebenden schwirrte mir Monate vor Augen, wie Liebende die in einander vor Glück verschmolzen. So wollte ich auch sein, aber das bin ich nicht. Ich musste lernen das mein Leben keinen Plan und Regeln hat an die ich mich einfach halten könnte. Ha, verdammtnochmal hat doch die, diese Liebe mich aus dem Meer der verlorenen Seelen gezogen. „Hey Nelly meine süße, gieß mir noch einen Scotch ein bitte, da mit ich und meinen Geist sich von allen Qualen befreien kann.“ Sie kam auf mich zu beugte sich zu mir runter sah mich an und sagte.
„Ertränkst dich wieder in Selbstmitleid mein lieber. Hier dein Scotch. Hör mal wenn du dich aussprechen willst ich höre dir zu es ist eh nichts los heute bei diesem Sauwetter. Ich kannte sie und weiß wie du dich jetzt fühlst.“
„Ist schon gut Nelly, sei nicht Böse aber lass mich einen Moment in Ruhe. Ich muss über was nachdenken. Ist das Okay Nelly?”
„Its Okay Darling.“ Drehte sich um und ging wieder hinter den Tresen um einige Gläser abzuspülen. Irgendwann werde ich mit ihr darüber reden nur nicht jetzt, es ist eben alles noch zu frisch was geschehen war.
Traum und Wunsch haben mich in eine irreale Welt gezogen die meine Augen mit der Wohltat der Liebe verbanden und meine eigenen Zweifel im Strahl der Sonne verbrennen ließen. Geblendet von Liebe habe ich mir immer wieder meinen eigenen Stolz brechen lassen und ihn mit den Gelächter anderer an blutroten Wänden hinab laufen sehen und denn noch habe ich ohne böse Gedanken meinen goldenen Kelch angefüllt mit reiner Liebe zum trinken dargereicht. Jedes mal hast du ihn verächtlich in den Abguss des Lochs ohne Ende geschüttet. Ich muss auf dem Weg des Lebens wenden, muss zurückkehren wo dein Blick mein Herz und meinen Verstand aussetzten lässt, nur für einen kurzen Moment. Meine Gedanken sind verseucht mit dem Antlitz ihres Gesichtes. Schmerz ist es der wie eine Blockade in meinem Gehirn wirkt. Oft aber kamen die Ideen wie von selbst. Sie ist ein Schatten in mir. Ich sollte… ich könnte aber sie will es nicht. Ich frage mich manchmal, warum keine Andere… nein der Schatten will es nicht. Ich denke zufiel, zufiel an sie und das ist der springende Punkt. Aber ich mache mir nichts vor. Ich würde immer einen Vergleich ziehen, einen Vergleich zwischen ihr und der Anderen. Hörzu meine Liebe, was ist mit mir… Herrgottnochmal bin ich eigentlich noch ich, sag es mir? Ach du kannst mir ja nichts sagen, oder doch, vielleicht im Schlaf. O, ja im Schlaf, halt nein im Traum, ja… im Traum sprichst du mit mir. Du, weißt du eigentlich möchte ich vor Selbstmitleid fast ertrinken, doch das wäre falsch… ja sehr falsch von mir. Innerlich war mein Herz gefroren, obwohl es im Feuer der Hölle wart, äußerlich lief mir das Blut meiner Unschuld aus allen Wunden. O ja Dreißig Jahre war ich mit dir verheiratet gewesen. Du warst schön, Blond, drall, und gut gebaut. Alles war gut an dir. Dann stand ich auf, zahlte, wünschte Nelly noch eine gute Nacht und ging. Ein, pass auf dich auf, hörte ich noch von Nelly, bevor die Tür zufiel.
Es war dunkel und windig geworden als ich aus der Schenke kam. Die kalte Nässe flog mir ins Gesicht. sch***e, dachte ich bei mir und torkelte die Straße entlang, hier allein im Regen. Kotzte mir die Seele aus dem Leib, ekelhaftes zeug der Whisky, trank ihn aber immer wieder. Geistig verwirrt vor Schmerzen und Einsamkeit hatte ich mich in den Laden einer Wahrsagerin verirrt. Bei der ich nicht lange blieb. Versoffen, vergrault mit meiner bissigen gemeinen Art, sagte ich, dass ich das alles schon weiß. Sie würde mir doch nichts Neues sagen. Vor allen diesen Quatsch mit Liebe und Glück an das ich sowieso nicht mehr glaubte. Dann hatte mich die alte Wahrsagerin mit einigen Flüchen hinaus geschmissen. Ist doch nicht meine Schuld wenn sie nicht das richtige gesagt hat, blöde Gans. Verdammtnochmal was will ich eigentlich? Spiel ich hier im falschen Film mit. Du, das, das darf nicht wahr sein. Das ist jetzt ein Alptraum oder nicht. Ich sehe dich in weißer Seidenunterwäsche auf braungebrannter Haut, Kerzenlicht, Sekt, alles gut. Blicke der Leidenschaft, küsse von nie gekannter Intensität spürte ich. Dann… vorbei der Absturz. Die schemenhaften Bilder verschwanden wieder. Grenzenlose Wut stieg in ihn auf und er fluchte leise vor sich hin. Tränen rannen aus seinen Augen über sein Gesicht, und wieder kamen diese Worte in den er alles verbannte über seine Lippen… Dieser… nein und nochmals nein… du da oben hast verdammt die falsche zu dir genommen, die falsche du Idiot, und sowas nennt sich Gott. Warum hatte er das nur zugelassen? Immer wieder rasten Gedanken an die Vergangenen Jahre mit ihr durch meinen vom Alkohol verwirrten Kopf.
Dann löste sich meine Lethargie mit einem male, als mir der stürmische Regen ins Gesicht peitschte. Verschwommen sah ich die Umrisse des Hauses in dem ich Wohnte. Endlich war ich angekommen, ich war zuhause in meiner Wohnung, was man so oder so als Wohnung bezeichnen konnte. Für einen der jetzt allein ist, wie ich, fühlte ich plötzlich wie leer es jetzt hier war. Ich zog mir den nassen Mantel aus und schmiss in über den Küchenstuhl. Ging gleich zum Kühlschrank und goss mir einen Scotch ein, trank in mit hastigen Zügen hinunter. Noch einen Whisky, setzte mich in meinem Sessel. Ja, ja ich weiß… ich suche nur einen Schuldigen, aber eine Schuld werde ich nie finden. Sie war eine Frau, nein eine Göttin für mich und G… hat sie mir genommen, einfach so genommen. Weißt Du eigentlich was du mir angetan hast! Du, du, ach es hat ja doch keinen zweck. Ich könnte dich verfluchen aber kann man einen Gott verfluchen? Plötzlich hörte ich eine Stimme, eine Stimme die von weither kam und nun immer näher und lauter wurde. „Höre zu was ich dir zusagen habe“, flüsterte sie mir zu. „ Es heißt, manche Leben sind über die Zeit hinaus miteinander verbunden. Verbunden durch einen alten Ruf, der durch die Jahrhunderte hallt…Schicksal.“ Danach erfüllte eine unheimliche Stille den gesamten Raum, in dem sich nun aber Gedanken, Worte in schemenhafte Sätze erhoben. Wer nicht verheiratet ist, kann niemals von der Lanze sinnlicher Liebe durchbohrt werden, er wird auch zu keiner Zeit verspüren, wie es ist wenn ``die Liebe´´ in seine eigene Seele dringt. Liebe und Tod vermischen sich ebenso, wie Licht und Schwerkraft miteinander verflochten sind. Diese Liebe gibt mir nun die Kraft, die mich führt.
Du meine Göttin du Engelhaftes Wesen, du der mir der Tau auf den Wiesen bist, wenn mich dürstet. Lass sie alle Reden so viel sie wollen über dich. Ich sage ihnen nur ihr könnt mich mal Lecken, At My backside… so einfach ist das. Also last mir meinen einzigen Traum. Den Traum an SIE, so wie ich sie in meinen Herzen sehe. Im Geiste, in den Träumen und in meinen Gedanken, die mich tief in meinem Herzen überzeugten, daß ihre Schönheit vom Himmel kommt. Sie scheint vom Paradies geschaffen, und ihre Anmut war kaum von dieser Welt. Deswegen bindet nun unsere tatsächliche Trennung uns noch enger aneinander, als wenn wir wirklich zusammen sein würden, so sind wir weiter Liebende, für die der Tod nichts anderes ist als ein ferner Augenblick.
ENDE


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 27.10.2011, 00:15 


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