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BeitragVerfasst: 29.10.2011, 11:59 
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The death mothers all pus
Die Todesmutter allen Eiters

von
de Molay

Aus der Welt des Unerklärlichen






Er wollte nur die Gegend der nun unter Naturschutz stehenden Wälder und Bergregionen der Französischen-Pyrenäen erkunden in denen er sich befand. Er ist Geologe und untersucht hier in den Bergen die jung entstandenen Urgesteine aus Kreide - und Tertiärgestein. Sein zielloses umherstreifen, führte ihn in dieses Tal, in das eingebettet zwischen zwei Berggipfeln ein Dorf lag. Welch ein glück dachte er, hier kannst du ja deine Vorräte auffüllen und vielleicht einen happen Essen. Sicherheitshalber schaute er noch einmal auf seine Karte und musste feststellen, daß dieses Dorf gar nicht eingezeichnet war. Seltsam war auch das nur ein etwa Zweimeter breiter Feldweg in dieses Dorf hinein führte. Als er sich dem Dorf näherte, sah er, daß die Dorfstraße weder geteert noch gepflastert war, der leichte Wind der über die sandige Straße wehte, wirbelte den Staub vor sich her. Die Häuser bestanden zum teil aus Felsgestein oder Granit, deren Dächer mit Schieferplatten gedeckt waren. In dem Mauerweck sind kleine Fensteröffnungen hineingerochen worden. In der Dorfmitte stand eine aus starken Steinmauern befestigte Kirche mit wenigen schmalen Fenstern. Alles wirkte so abstoßend als wollte man keine Fremden hier dulden. Dazu kam noch, das keine Menschenseele zusehen war, was ihn sehr verwunderte. So ging er Schurstracks auf die Kirche zu, in der Hoffnung dort jemanden anzutreffen. Er betrat den Kirchhof durch ein aus Steingemauerten Torbogen, lies seinen Blick über den Kirchhof schweifen und bemerkte das hier seit Jahren keiner was gemacht hatte. Das Gras stand Kniehoch, so, daß man die verwitterten alten Grabsteine gerade noch sehen konnte. Er ging weiter und machte kurz vor dem Kircheneingang, der unterhalb des Kirchturms lag, an einer davor stehenden großen Buche halt. Zu allen übel war es an diesen Sommertag besonders heiß und so spendete der große Baum genug Schatten vor der brennenden Mittags Sonne. Als er durch den Wald lief hatte er die Hitze gar nicht so gespürt. Dort spendeten die Buchen und mächtigen Eichen genug kühlen Schatten. Seine Neugierde war es die ihn jetzt antrieb, zusehen was sich im Innern der Kirche befand. Er öffnete die dicke schwere aus Eichenholz bestehende Tür, die wehrend des Öffnens in seinen Scharnieren quietschte und knarrte, als wehre auch diese schon lange nicht mehr geöffnet worden. Aber sie lies sich halt öffnen, wenn auch mit etwas mühe, doch es ging. Er Blickte in den Innenraum der Kirche, der durch das Sonnenlicht, das durch die schmalen Fenster hin hineinschien und es wie Strahlen erscheinen lies, nur spärlich erhellte wurde, so daß er seine im Rucksack befindliche Taschenlampe heraus nahm um in den Raum besser sehen zu können. Im Schein der Lampe wurde der Staub der die Gebetsbänke und den Boden wie ein Tuch bedeckte sichtbar. In dem er auch seine Schuhabdrücke hinterließ. Langsam schritt er auf den Altar zu und machte im Schein der Taschenlampe eine Grausige Entdeckung. Auf dem Boden vor dem Altar lag in halbzerfallenen von Motten zerfressenen Tüchern das Skelet eines kleinen Kindes. Was ist in diesem Ort bloß geschehen, fragte er sich in Gedanken. Plötzlich, wehren er den Lichtkegel der Lampe weiter schweifen lies, entdeckte er seitlich des Altars eine halb offene Tür. Langsam und vorsichtig ging er darauf zu. Schlängelte sich hindurch und betrat einen Raum der den Anschein hatte das es die Sakristei sein mochte. Gewissheit erhielt er als er die zersetzten Stoffreste eines Priestergewandes die auf einen Tisch lagen fand. Auch in diesen Raum lag der Staub von, wer weiß vielleicht von Jahren auf den Sachen. In dem alten Mobiljahr saß der Holzwurm der sich wahrscheinlich genüsslich durch dieses fraß. In der angrenzenden Küche sah es nicht besser aus. Es standen sogar noch zwei Teller auf dem Küchentisch die dem Augenschein nach mit Essenresten behaftet waren, auf dem sich nun der Schimmelpilz breit gemacht hatte. Es erweckte hier den Anschein als sei alles Hals über Kopf verlassen worden. Jetzt war sein Interesse geweckt, er musste nun herausfinden was in diesen Dorf passiert war. Er verließ die Küche durch die aus ihren Angeln gebrochene Küchentür und kam in den verwilderten Kirchgarten in dem eine noch gut erhaltene Bank unter einen Apfelbaum stand. Deren Farbe fasst nicht mehr zu erkennen war. Sie musste wohl Grün gewesen sein, er sah es an einen Stück an der oberen Holzstrebe. Setzte sich und holte seine Karte aus seiner Jackentasche. Wollen wir mal schauen wo wir wirklich sind. Faltete die Karte auseinander, legte sie ausgefaltet neben sich und deutete mit dem Zeigefinger auf Arrens Marsous. Von hieraus hatte ihm gestern sein Freund nach Estaing gefahren, den Ausganspunkt seiner Wanderung. Am Heutigen frühen Morgen lief er dann bis zum Lac d‘ Estaing einen Bergsee im Nationalpark Pyrenäen. Dort hatte er ein paar seltene Steinchen gesammelt und begab sich dann Richtung Südost um den Heutigen Abend in Cauterets zu über Nachten, so daß ihm sein Freund dort am nächten Morgen abholen sollte. Aber wo war er jetzt? Hatte er sich trotz Karte und Kompass verlaufen? Nächster Gedanke, was ist das nur für eine sonderbare Gegend hier? Fragen über Fragen er musste eine Antwort finden. Faltete die Karte wieder zusammen, erhob sich und ging wieder zur Straße zurück. Er war jetzt festentschlossen jedes einzelne Haus aufzusuchen um nach Hinweisen des Rätselhaftengeschens zu suchen. Es waren ja nicht mehr viele nur fünf Häuser die noch bewohnbar aussahen. Die anderen zwei waren nur noch halbe Ruinen. Deren Dächer in sich zusammengefallen waren. Da seine Sinne jetzt geschärft waren, registrierte er noch ein eigenartiges Phänomen. Kein Vogelgesang nichts als unendliche Stille, als würde Mutternatur, den Atem anhalten. Zu allen geschehenen meldete sich jetzt noch sein Magen, der schon seit Stunden keine Nahrung bekommen hatte, mit einen Knurren zu Wort. Hunger. Er hatte gerade noch ein belegtes Brötchen und eine Flasche Selters das wahres für den Moment. Er musste etwas Essbares finden. Könnte eventuell, vielleicht doch noch jemand in einen der noch nicht vom Verfall heimgesuchten Häuser Wohnen. Nach dem er fast alle Häuser durchsucht hatte und es in allen so aussah wie in der Kirche verlies ihn die Hoffnung etwas Essbares zu finden. Ein Haus noch das fast außerhalb des Dorfes stand hatte er noch nicht in Augenschein genommen. In Gedanken versunken wie es nun weiter gehen soll, schlenderte er den schmalen, links und rechts von Wiesen eingerammten Weg der zu diesen Haus führte entlang. Nanu, ist das ein Trugbild, was er da sah oder saß da wirklich eine alte Dame vor dem Haus. Sie war ihm vorher gar nicht aufgefallen, nun er hatte sich ja als er in das Dorf kam nicht so richtig umgesehen. Sonder hatte sich gleich zur Kirche begeben. Gleich blitzte ein Gedanke auf, kam er nun doch noch dazu sein Proviant aufzufüllen und vielleicht dort zu übernachten. Denn die Zeit war doch schon weit vorgeschritten, so daß er es nicht mehr bis zum Abend nach Cauterets schaffen würde. Er nahm sein Handy aus der Jackentasche und wählte die Nummer seines Freundes. Empfang hatte er welch ein Wunder in dieser verlassenen Gegend. Er erzählte ihm wo er sich ungefähr befand und wie merkwürdig hier alles ist. Dieser ermahnte ihn zur Vorsicht und das er sich noch mal melden sollte wenn er Morgen von dort los ginge. Er beruhigte ihn, in dem er sagte, daß er vorsichtig sein werde und was kann bei einer alten Dame schon passieren. Steckte sein Handy wieder in die Jackentasche zurück und ging auf die Alte Dame zu, die auf einer Bank vor ihrem Haus saß. „Guten Tag Fremder“, sagte die Alte. „Wohl verlaufen was?“ „Da haben sie recht Madam“, sagte er. Er fragte sie nach ein wenig zu Essen und ob er über Nacht bleiben könne. Die Alte bejahte seine Frage und wollte wissen wo her er komme. „Aus Toulouse dort Wohne er aber aufgebrochen sei er in Estaing.“ Gab er zur Antwort auf ihre frage. Auf all seine anderen Fragen sollte er bald schon eine sehr überzeugende Antwort kriegen. Die Alte Dame bat ihn herein. Ihre gebückte Haltung schaute ihn demütig an, bat darum, daß er eintreten solle. Er wollte sie nicht beleidigen, weswegen er dem zustimmte und in ihre miefige kleine Behausung ging.
Es roch nach fauligem, verpestetem Essen und Überresten von irgendetwas, das schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilte. Eigentlich war er froh, daß er die alte Dame fand und hoffte ein wenig Nahrung und ein Lager für die Nacht zu bekommen. Das war zumindest draußen gewesen. Mittlerweile bedauerte er sein vorhaben. Aber seine Neugierde auf das was sich hier zugetragen hatte, war größer als alle Vorsicht. Wird diese Neugierde sein Verhängnis? Die alte Dame kramte irgendwo, schob Krüge und Berge von Abfall zur Seite. Fliegen flogen auf und wirbelten schleimigen Staub auf, der sich dann wieder schnell an andere Stellen anhaftete. Die Alte krächzte kurz, daß es gleich soweit sei und öffnete eine Luke, die er vorher noch nicht gesehen hatte. Eine Luke, die unter das Haus führte und wohl eine Art Kellerluke war. Doch, was dann aus diesem Keller kam war eine Ansammlung von wirren Fleisch, das über und über mit Pocken, Eiter und Narben besät war. Tropfender Schleim wand sich in bizarrer Weise von dort auf den Boden und züngelte zu ihm. Er konnte nur entsetzt zusehen, wie sich diese Ansammlung, diese Personifikation aller Krankheiten auf ihn zuschlängelte, waberte, wie die Geschwüre sich langsam öffneten und einen Pilz in die Luft übertrug, der direkt in seine Lungen eindrang und ihn husten und keuchen ließ. Er hustete und übergab sich. Und im Hintergrund geiferte die alte Dame, die nun langsam zu einen Ding mit dem Ding aus dem Keller verschmolz. Auf seinen gesamten Körper brachen eitrige, tränende Pusteln auf. Jetzt umschlungen ihn die Tentakeln die aus dem Zusammenfluss des Dings mit der Alten heraus kamen. Die Mäuler der Tentakel begannen an ihm auszusaugen. Der Tränende Fluch der Mutter begann nun mit der Deformation seines ganzen Körpers. Nach und nach spürte er die unsagbaren schmerzen nicht mehr. Der Tod stand ihm unmittelbar bevor.
Als am nächsten Tag sein Freund ihn zur ausgemachten Zeit am verabredeten Hotel abholen wollte, sagte man ihm, daß er noch gar nicht Angekommen war. Was ihm aber vorerst gar nicht sonderlich verwunderte, den er kannte ihn, wenn er unterwegs was besonders fand suchte er meist noch weitere Teile der Umgebung ab. Es verstrich die Zeit und es wurde Abend und immer war er noch nicht da. Sein Freund wurde allmählich Unruhig. Als er am nächsten Morgen immer noch nicht aufgetaucht war, ging sein Freund zur Gendarmerie in Cauterets. Er erzählte den Gendarmen alles was er wusste. Als plötzlich ein Brigadier der Garde champetre auf ihm zukam. „Ich kenne diesen vergessenen Ort“, sagte er. „Wenn sie sich einen Moment Gedulden dann können wir dort hin fahren, ich war seit mindestens fünf Jahren nicht mehr in dem Dorf.“ ``Garde champetre ist für den Natur – und Umweltschutz zuständig. Ihr untersteht auch der Nationalpark. ´´ Kurze Zeit später kam der Brigadier zurück mit einen Kollegen. „Wir nehmen den Jeep mein Kollege wir fahren, währenddessen erzähle ich ihnen was dort im Mittelalter so um das Jahr 1600dert passiert ist. Manche halten diese Geschichte aber für eine Legende. Doch Ich habe mit eigenen Augen gesehen was in diesen Dorf vor fünf Jahren geschehen ist.“ In diesem Dorf, es war in einem sehr heißen Sommer als dort die Sumpfpest ausbrach. Dachte man. Man schob es einer dort lebenden Hexe zu und nannte sie die Mutter allen Eiters, oder Tränende Fluch der Mutter. Ihr wurden Missgeburten von zum teil lebensfähigen Mutanten zum Beispiel doppelköpfige Kälber zugeschrieben. In jener Zeit stellte ein Mann aus dem Dorf fest das seine Angetraute schwanger ist, weswegen sie sich so seltsam benahm. Neben möglichen Eifersuchtsdramen im ersten Fall bietet sich, nach anfänglichem Horror, die Geburt eines scheinbar normalen Kindes an. Jetzt aber kommt‘s. Dieses ist jedoch von der Präsenz des Fluches der für die Missbildung verantwortlich war, gezeichnet. Es trägt schon seit der Geburt eine gespaltene Persönlichkeit. Die eine ist die eines völlig normalen Babies des entsprechenden Alters. Die andere eine enorm bösartige, und vor allem höhst intelligente Manifestation der Mutter allen Eiters. Diese versucht, in ihrer Umgebung das Leben auf möglichst hinterlistige Art zu verderben. So die Legende. Die Hexe hatte man auf den Scheiterhaufen verbrannt. Und dachte damit das Problem gelöst zu haben. Als sich die Seuche wieder in dem Dorf verbreitete, verließ man es, bis auf eine alte Dame, sie war ein Sonderling und man beachtete sie kaum. All das ist vor Fünf Jahren wieder in Erscheinung getreten. Viele glaubten es sei verflucht, andere wiederum schoben es auf die Umweltverpestung. Die Gegend ist so abgelegen das sich nur ganz selten Menschen dorthin verirren. Hey, wir sind ja schon da.“ Sagte er und lies den Jeep an der Kirche halten. Wir stiegen aus und begaben uns nun zu dem abseits gelegenen Haus auf das seine letzte Beschreibung passte. Als wir uns der Haustür näherten trat uns ein widerwärtiger Gestank in die Nasen. Der Brigadier sagte, „ machen wir uns Taschentücher vor Mund und Nase um keine Sporen einzuatmen.“ Was wir dann sahen als wir das Haus betraten, ließ uns den Atem stocken, was da Lag sah Grauenhaft entstellt aus. Viel von dem Leichnam war nicht mehr zuerkennen, er war gründlich zermalmt und zerrissen worden. Ein ekelhafter grünlicher Schleim, der die gesamte Leiche einhüllte, und dieser beißende Gestank das es einem bald hochkommt. „ Raus hier schrie der Brigadier, ich werde die ganze Hütte anzünden, denn das hier darf sich auf keinen Fall ausbreiten.“ Er rannte zum Jeep und holte einen Reservekanister der mit Benzin gefühlt war und goss ihn im Haus aus, dann zündete er alles an. Schell fraßen sich die Flammen an den Wänden entlang zum Dach, denn es war alles staubtrocken im Haus. Somit ist gewährleistet das der Zyklus nicht erneut beginnt…?

Unerklärlich…aber wie viele Viren auf der Welt sind noch nicht Entdeckt?

ENDE

Story © by de Molya 2011


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Verfasst: 29.10.2011, 11:59 


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